Website & Sichtbarkeit

265 Millionen Klicks weg – braucht dein Betrieb noch eine Website?

Laut SISTRIX kosten Googles KI-Übersichten deutsche Websites 265 Millionen Klicks im Monat. Warum das nicht das Ende der Firmen-Website ist, welche Klicks wirklich wegfallen und was deine Seite jetzt anders machen muss.

Tischler steht in seiner hellen Werkstatt an der Hobelbank und liest nachdenklich auf einem Tablet
KI-generiert
Kurz gesagt

Seit Google in Deutschland KI-Übersichten über den Suchergebnissen zeigt, wird weniger geklickt. Die SISTRIX-Analyse von über 100 Millionen Suchbegriffen, zuletzt aktualisiert am 13.10.2026, beziffert den Verlust auf 265 Millionen organische Klicks pro Monat; erscheint eine KI-Übersicht, sinkt die Klickrate auf Platz 1 von 27 auf 11 Prozent. Daraus „Websites braucht keiner mehr“ zu folgern, ist trotzdem falsch. Am stärksten verlieren Ratgeber- und Wissensseiten, kaum verlieren Seiten, auf denen jemand buchen oder kaufen will. Für kleine Betriebe heißt das – weniger Ratgeber-Klicks, aber die Klicks, die kommen, sind Menschen mit Kaufabsicht. Die Website muss deshalb zwei Dinge können: der KI die richtigen Angaben liefern und den Besucher, der kommt, in einem Schritt zur Anfrage bringen.

Ein Tischlermeister hat vor drei Jahren alles richtig gemacht. Er hat sich eine Website bauen lassen und dazu zwanzig Ratgeberartikel: „Massivholz oder Furnier?“, „Wie pflege ich eine geölte Arbeitsplatte?“, „Was kostet eine Einbauküche vom Tischler?“. Die Besucherzahlen gingen nach oben, ab und zu kam eine Anfrage.

Heute tippt jemand „geölte Arbeitsplatte pflegen“ in Google und bekommt die Antwort, bevor er irgendetwas anklickt. Oben auf der Seite, in einem Kasten, von einer KI zusammengefasst. Aus seinem Artikel, vielleicht. Geklickt wird er nicht mehr.

Ist die Website damit überflüssig? Die kurze Antwort: nein. Die lange ist interessanter.

Was ist passiert?

Seit 2025 zeigt Google auch in Deutschland bei vielen Suchanfragen KI-Übersichten (AI Overviews) über den normalen Ergebnissen. Wie stark das die Klicks verändert, hat das Bonner SEO-Unternehmen SISTRIX ausgewertet – über 100 Millionen Suchbegriffe im deutschen Google, zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2026 (SISTRIX):

KennzahlOhne KI-ÜbersichtMit KI-Übersicht
Klickrate auf Platz 127 %11 %
Suchen mit mindestens einem Klick auf ein Ergebnis57 %33 %

Dazu kommt: KI-Übersichten erscheinen bei etwas mehr als 20 Prozent aller Suchbegriffe, bei langen, spezielleren Suchanfragen bei rund 30 Prozent. Hochgerechnet verlieren deutsche Websites so 265 Millionen organische Klicks pro Monat, rund 6,6 Prozent aller organischen Klicks.

Google selbst widerspricht. Ein Sprecher sagte dem Branchenmagazin OMR, die Studie weise „erhebliche blinde Flecken“ auf (OMR). Die Richtung bestätigen aber auch Betroffene: Der NDR meldet im Ratgeberbereich 20 bis 30 Prozent weniger Reichweite aus der Suche, eine orthopädische Privatpraxis aus Frankfurt mit großem Gesundheitsratgeber rund ein Viertel weniger.

SISTRIX-Gründer Johannes Beus formuliert es gegenüber OMR so: „Der Traffic, der jetzt zu Google wandert, kommt nie wieder zurück.“

Wer verliert – und wer nicht?

Hier wird es für kleine Betriebe spannend. Die Verluste sind nämlich extrem ungleich verteilt:

Art der SeiteKlickverlust laut SISTRIX
Gesundheitsratgeber (einzelne Portale)rund 30 %
Eltern- und Babyseitenüber 24 %
Nachrichten und Medienrund 7,4 %
Rezepte (Chefkoch)rund 1,1 %
Booking.comrund 0,5 %
wetter.comrund 0,2 %

Die Erklärung von SISTRIX: Am stärksten trifft es Suchanfragen, bei denen jemand etwas wissen will. Wer dagegen etwas tun will – buchen, kaufen, vergleichen –, klickt weiter. Eine Zusammenfassung kann erklären, wie man eine Arbeitsplatte ölt. Sie kann keinen Tischler beauftragen.

Beus sagt es gegenüber OMR noch deutlicher: Die verlorenen Klicks sind nicht die Klicks, die zu Umsatz führen. Und der ADAC, der absolut zu den großen Verlierern gehört, ergänzt: Die verlorenen Klicks bedeuten „nicht einen Umsatzverlust im selben Maß“.

Junge Frau sitzt auf dem Sofa und telefoniert, vor ihr liegt ein zweites Smartphone mit einem kurzen Antwortkasten und einer Karte mit einem einzelnen Standort
Die Antwort steht bei Google, der Auftrag geht trotzdem an einen Betrieb (KI-generiert)

Die unbequeme Wahrheit: Nicht die Website ist tot, sondern der Ratgeber-Trick

Jetzt wird es kontrovers – auch für unsere eigene Branche.

Jahrelang lautete der Standardrat für kleine Betriebe: „Schreib Ratgebertexte, dann findet dich Google.“ Agenturen haben Handwerksbetrieben Dutzende Artikel zu Fragen verkauft, die mit dem eigentlichen Auftrag wenig zu tun hatten. Genau diese Klicks sind es, die jetzt wegfallen. Der Inhaber der Frankfurter Praxis bringt es bei OMR auf den Punkt, als es um die Quellenlinks in den KI-Übersichten geht: „Niemand klickt auf die Referenz, das liegt im Promillebereich.“

Die zweite, ebenso falsche Reaktion lautet: „Dann brauche ich keine Website mehr, mein Google-Profil reicht.“ Das Profil ist wichtig, keine Frage. Aber es gehört Google, es zeigt nur, was Google vorsieht, und die KI braucht für ihre Antworten ohnehin eine Quelle. Wenn die nicht deine eigene Seite ist, ist es irgendeine andere.

Unsere Meinung: Die Website verliert ihren Job als Klickmagnet für allgemeine Fragen. Dafür bekommt sie zwei neue, wichtigere Jobs.

  1. Sie ist die Quelle. Was eine KI über deinen Betrieb erzählt – Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Telefonnummer –, sollte sie von deiner eigenen Seite haben und nicht aus einem veralteten Branchenbuch.
  2. Sie ist der Abschluss. Wer trotz KI-Antwort noch klickt, will nichts mehr wissen, sondern jemanden beauftragen. Dieser Besucher ist wertvoller als früher – und er geht wieder, wenn er nicht in Sekunden sieht, was du machst und wie er dich erreicht.

Was heißt das konkret für deine Seite?

Am Beispiel unseres Tischlers:

SuchanfrageWas passiert heuteWas die Website leisten muss
„geölte Arbeitsplatte pflegen“Google antwortet oft selbstwenig – der Klick ist meist weg
„Massivholz oder Furnier“Google fasst zusammeneigene Erfahrung statt Lexikonwissen
„Tischler Einbauschrank Dachschräge“jemand sucht einen BetriebReferenzfotos, Leistungen, Kontakt sofort sichtbar
„Tischlerei [Ort] Öffnungszeiten“Antwort aus Profil oder WebsiteAngaben als echter Text, überall gleich

Daraus ergibt sich eine kurze Liste, die du heute Abend an deiner eigenen Seite prüfen kannst:

  • Steht oben, was du machst und wo? Nicht „Willkommen auf unserer Homepage“, sondern „Tischlerei für Einbaumöbel in Schwerin und Umgebung“.
  • Ist der Kontakt einen Fingertipp entfernt? Telefonnummer zum Antippen und ein kurzes Formular, auf dem Handy ohne Suchen.
  • Zeigst du echte Arbeiten? Fotos deiner eigenen Projekte überzeugen den Besucher, der klickt – und sind Inhalte, die keine KI-Zusammenfassung ersetzt.
  • Stimmen die Angaben überall überein? Adresse, Telefon und Öffnungszeiten auf der Website, im Google-Profil und in Verzeichnissen gleich.
  • Stehen die wichtigen Angaben als Text auf der Seite? Nicht nur im Bild oder im PDF – mehr dazu im Artikel Mehr Bots als Menschen.

Und ein ehrlicher Selbsttest: Such bei Google nach den drei Fragen, die dir Kunden am häufigsten stellen. Wenn oben eine KI-Übersicht steht, weißt du, welche Klicks du nicht mehr bekommst. Und dann frag nach deinem Betrieb – stimmt, was dort steht?

Und dieser Blog hier?

Fairerweise müssen wir uns die Frage selbst stellen: Wir schreiben ja auch Ratgeberartikel. Unsere Antwort: Ein Artikel lohnt sich, wenn er etwas enthält, das eine Zusammenfassung nicht hat – eine Meinung, eine eigene Erfahrung, ein konkretes Angebot. Ein Lexikoneintrag zum zwanzigsten Mal lohnt sich nicht mehr. Das gilt für unseren Blog genauso wie für die Ratgeberecke eines Tischlers.

Inhaberin eines Fliesenlegerbetriebs sitzt im hellen Büro am Laptop mit einer schlichten Firmen-Website, darauf ein großes Foto eines fertigen Bads und ein deutlicher Anruf-Knopf, daneben Fliesenmuster
Wer klickt, will beauftragen – die Seite muss es ihm leicht machen (KI-generiert)

Wie der Website-Builder damit umgeht

Der Website-Builder von KI-Consulting24 baut genau die Art Seite, die nach den KI-Übersichten noch zählt: keine Ratgeber-Sammlung, sondern eine klare Firmen-Website, die sagt, was du machst, und den Besucher zur Anfrage bringt.

  • Leistungen und Kontakt als echter Text, nicht in Grafiken – lesbar für Menschen, Suchmaschinen und KI.
  • Ein Kontaktformular mit beschrifteten Feldern und sichtbarem Tastaturfokus.
  • Mobil zuerst: Bei der Modernisierung prüft der Builder die Seite automatisch in Handy-, Tablet- und Desktop-Breite.
  • Schlank: Keine Analyse- oder Werbedienste, Schriften und Bilder vom eigenen Server. Unsere Beispielseite kam bei der Messung am 20.10.2026 ohne eine einzige Anfrage an fremde Server aus, bei 784 kB Seitengröße.
  • Maschinenlesbare Angaben, nichts erfunden: Bei der Modernisierung schreibt der Builder Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten zusätzlich strukturiert in die Seite (schema.org) – nur mit Angaben, die auf deiner bisherigen Seite stehen.

Was der Builder nicht kann, sagen wir genauso offen: Er bringt dir die Ratgeber-Klicks nicht zurück, und er garantiert keinen Platz in einer KI-Übersicht. Das entscheidet Google. Er sorgt dafür, dass die Menschen, die noch klicken, bei dir ankommen und anfragen.

Fazit: Weniger Besucher, bessere Besucher

Die 265 Millionen Klicks sind echt, und sie kommen nicht zurück. Aber sie sind zum größten Teil Klicks von Menschen, die etwas nachschlagen wollten – nicht von Menschen, die einen Tischler, eine Fliesenlegerin oder einen Tisch für Samstagabend suchen. Für kleine Betriebe ist die Lage deshalb weniger dramatisch als die Schlagzeile, aber sie verlangt ein Umdenken: weg von „möglichst viele Besucher“, hin zu „jeder Besucher findet sofort, was er braucht“.

Wie so eine Seite für deinen Betrieb aussieht, siehst du im Website-Builder: Fragen beantworten oder die Adresse deiner jetzigen Website nennen, die Vorschau ist kostenlos. Wie der Builder im Detail arbeitet, steht im Artikel Neue Website ohne Aufwand.

Sieh dir an, wie eine Website aussieht, die aus einem Klick eine Anfrage macht

Beantworte ein paar einfache Fragen zu deinem Betrieb oder nenn uns die Adresse deiner jetzigen Website – die Vorschau ist kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen

Was sind Googles KI-Übersichten?

KI-Übersichten (englisch AI Overviews) sind von Google per KI erzeugte Antworten, die bei vielen Suchanfragen über den normalen Suchergebnissen stehen. Sie fassen Informationen aus mehreren Websites zusammen und verlinken einige davon als Quelle. Wer die Antwort schon dort bekommt, klickt seltener auf eine Website.

Wie viele Klicks kosten die KI-Übersichten?

Laut der SISTRIX-Analyse von über 100 Millionen Suchbegriffen in Deutschland rund 265 Millionen organische Klicks pro Monat, etwa 6,6 Prozent aller organischen Klicks. Google hält die Methode für lückenhaft. Am stärksten betroffen sind Ratgeber- und Wissensseiten, kaum betroffen sind Seiten mit Kauf- oder Buchungsabsicht.

Reicht ein Google-Unternehmensprofil statt einer Website?

Für den ersten Eindruck hilft ein gepflegtes Profil sehr. Es gehört aber Google, zeigt nur, was Google vorsieht, und ersetzt keine Seite, auf der du deine Leistungen, Referenzen und dein Anfrageformular selbst bestimmst. Am besten ergänzen sich beide, mit denselben Angaben.

Lohnt sich ein Blog für kleine Betriebe noch?

Als reine Klickquelle für allgemeine Ratgeberfragen weniger als früher, weil Google diese Fragen oft selbst beantwortet. Sinnvoll bleibt, was nur du schreiben kannst – echte Projekte, eigene Preise, konkrete Erfahrungen aus deiner Region. Solche Inhalte sind auch die, die eine KI als Quelle braucht.

Kontakt